Saturday, June 25, 2005

Formalitäten...

DB Personenverkehr GmbH

ServiceCenter Fahrpreisnacherhebung

76518 Baden-Baden

Fax: 01805-04000479

Dustin B.

VB – Kennzahl: 134

Tarifgebiet: 045

Fahrpeisnacherhebungsnummer: 362

Betreff: Begründung des Vorfalls vom 15.04.2005 um 18.03 vor Brühl

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich der Ihnen vorliegenden Informationen meiner Person, in Hinsicht auf die Situation vom 15.04.2005 (Fahrpeisnacherhebungsnummer: 362) wurde ich seitens ihres Mitarbeiters instruiert, Ihnen diesbezüglich eine Begründung vorzulegen und Ihnen, auf diese Weise, näheren Aufschluss zu geben.

In Hinsicht darauf, eine potenzielle Anbindung in Richtung Mönchengladbach/Rheydt HBF von Köln HBF aus zu erhalten, bestieg ich in Begleitung eines Kommilitonen den, von ihrem Unternehmen offerierten, Zug von Bonn HBF in Richtung Oberbarmen über Köln HBF um 17.51Uhr. Aufgrund einer erneuten Kapazitätsüberschreitung innerhalb des Zugs, welche weder die Option bot, binnen der jeweiligen Abteile der 2. Klasse, einen Sitzplatz zu erhalten, noch eine adäquate sowie gesicherte Positionierung in Rücksicht auf weitere Reisende innerhalb der jeweiligen Abteile sowie der Einstiegsbereiche ermöglichte, beschloss ich, in Begleitung meines Kommilitonen, mich auf dem Verbindungskorridor eines Abteils der der Tarifklasse 1 zu postieren. Bei einer Routinekontrolle eines angestellten Schaffners ihres Unternehmens, welchem ich, in Hinsicht auf meinen aktuellen Studentenausweis, eine gültige Fahrtlegitimation vorweisen konnte, erfuhr ich diesbezüglich keine Reglementierung, da ich mich nicht innerhalb eines Abteils der 1. Klasse, sondern ausschließlich auf dem Trakt selbst und somit allenfalls davor positioniert hatte. Erst ein Mitarbeiter ihres externen Prüfdienstes machte mich auf mein präsumtives Fehlverhalten aufmerksam, dass ich mich, aufgrund meiner vermeintlich unausreichenden Berechtigung, welche nur für Tarifklasse 2 Geltung besaß, nicht innerhalb dieses Bereiches postieren durfte. Im Rahmen dieser Handlung wurden, seitens ihres Mitarbeiters, meine Personalien aufgenommen, mit dem Verweis, ihrem Unternehmen, binnen einer Frist von sieben Tagen, eine schriftliche Begründung für diesen Vorfall zukommen zu lassen. Man wies mich überdies darauf hin, dass weitere Schritte, in Hinsicht auf eine potenzielle Fahrpreisnacherhebung von ihrer Institution initiiert werden würden.

Da, in Hinsicht auf diese Situation, meine Motivation ausschließlich in einem adäquaten Transfer begründet lag, der weder mich, noch andere Reisende, durch meine Positionierung beeinträchtigen sollte, sondern allenfalls die mir zustehenden minimale Leistung eines tentativen Stehplatzes binnen eines Verbindungsganges intendiert wurde, möchte ich mit dieser Begründung an ihre Kulanz, bezüglich des von ihrer Seite zu erhebenden Nachzahlungsbetrags appellieren. Im Übrigen möchte ich Sie darauf hinweisen, das die Nutzung eines Verbindungskorridors der 1. Klasse bereits beim passieren einen temporären Aufenthalt in ihm forciert. Sofern dieser Bereich für Reisende mit einer Berechtigung der Tarifklasse 2 gänzlich unzugänglich sein sollte, würde ich Sie als repräsentative Institution ihres Unternehmens darum bitten, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, welche Reisende, im Falle eines Übergangs in ein Abteil der Klasse 2, nicht zu einer Nutzung zwingt und somit aufgrund eines vermeintlich nicht berechtigten Aufenthalts eine Fahrpreisnacherhebung provoziert. Mir ist bewusst, dass ihre unter fadenscheiniger Argumentation kaschierten Maßnahmen dazu fungieren, die mediale Negativreputation ihres Unternehmens, welche aus der universellen Inkompetenz ihrer kognitiv limitierten sowie profilneurotischen Angestellten resultiert und damit Reisende zur Nutzung alternativen Transfermöglichkeiten bewegt, durch die finanzielle Exploitation ihrer noch vorhandenen Kundschaft wett zu machen. Sollte ihnen in naher Zukunft oder im Falle einer generellen Privatisierung des Schienenverkehrs doch daran gelegen sein, eine weitestgehend positive Reputation zu erzielen, so würde ich diesbezüglich eine Umstrukturierung im Bereich der Kundenbetreuung vorschlagen der dabei eine Rationalisierung von sämtlichen perfiden und subversiven Elementen ihres Unternehmens vorausgeht, die das utopische Endziel eines kompetenten Umgangs mit dem Kunden, durch ihr Betragen, zu unterminieren drohen.

Mit freundlichen Grüßen,

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(Dustin B.)

Saturday, June 04, 2005

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